Erste Eindrücke von Ecuador

Wir sind noch nicht lange hier in Ecuador, und dennoch gibt es jede Menge erster Eindrücke. Neben den Standardeindrücken wie: "Die Menschen sind freundlich" und "Das Klima ist prima" gibt's noch ein paar andere.

Anflug auf Quito

Ich habe mir sagen lassen, dass ein Anflug auf Quito durchaus "interessant" sein kann. Unser Anflug aus Panama war jedenfalls alles andere als angenehm. Zugegebenerweise muss ich sagen, dass der Flug selbst nicht das Problem war. Eher die Landung. Hartgesottenen Fliegern ist eventuell alles egal, mir aber nicht. Es war eine dieser wackeligen Landeanflüge mit schreienden Menschen an Board. Das über einen 10 bis 15 minütigen Zeitraum fördert durchaus Stresshormone. Wir sind am 10.08. geflogen und haben uns sagen lassen, dass im August und September die Windsaison ist, die dafür sorgt, dass auch Anflüge auf den Flughafen nicht unbedingt sanft erfolgen. Außerdem soll es wohl so sein, dass der Flughafen insgesamt eher ungünstig anzufliegen ist. Mal ist's windig, mal gibt's Nebel. Mehr kann ich nicht sagen, da ich selbst es nicht weiß. Was ich weiß ist, dass unsere Landung nicht schön war.

Lebensmittelampel

Was mir sofort aufgefallen ist, ist die Lebensmittelampel. Wähend in Deutschland ja bereits seit Jahren darüber philosophiert wird, gibt's die hier einfach. Auf den Lebensmitteln ist sofort ersichtlich, ob da viel Fett, Zucker oder Salz drin ist.

Wasser

Im Gegensatz zu Deutschland scheint hier das Wasser aus dem Hahn nicht geeignet zu sein, um es zu trinken. Ich habe unsere Empleada (=Hausangestellte) gefragt, und sie meinte, dass man es nehmen kann, wenn gekocht werden soll. Nicht aber zum Zähneputzen, Spülen von Obst etc. Dafür gibt's hier große Wasserspender, die man sich liefern lässt. Aber es scheint auch so zu sein, als ob die Wasserqualität von Stadt zu Stadt unterschiedlich ist. Das muss ich noch evaluieren.

Klopapier auf öffentlichem Klo

Zugegeben kann ich nicht sagen, ob das generell so ist. Jedenfalls waren wir in einem Supermaxi einkaufen (das ist hier eine Supermarktkette). Und der war in ein Kaufhaus eingebettet. Dort gibt es auch öffentliche Toiletten. Das Toilettenpapier jedoch findet sich nicht auf den Klos selbst. In Deutschland kennt man ja die Papierhandtücher, die aus einem Papierspender ausgegeben werden, wenn man die Hand davor hält. So geht das hier mit dem Toilettenpapier. Man muss also vorher wissen wieviel man braucht.

Sonnenauf und -untergang

Hier in Tumbaco (bei Quito) ändert sich scheinbar nicht viel. Direkt am Äquator gelegen heißt das, dass die Sonne kurz nach 6 Uhr aufgeht und kurz nach 18 Uhr untergeht. Das geht sehr schnell und ohne eine lange Dämmerungsphase. Praktisch für kleine Kinder, denn dadurch gibt es immer festgelegte Zeiten für Aufstehen und zu Bett gehen, die sich auch in der Helligkeit draußen spiegeln.

Dünne Luft

Wir wohnen in Tumbaco. Der Ort liegt auf 2.400 Metern Höhe. Quito selbst liegt auf 2.800 Metern Höhe. Ich muss sagen, dass ich das schon merke. Ich höre hier und da von Kopfschmerzen, die Neuankömmlinge haben. Die habe ich zum Glück nicht. Dafür ist alles fühlbar anstrengender. Ich muss häufiger tief Luft holen und bin schneller aus der Puste. Selbstverständlich wird sich das mit der Zeit legen, aktuell ist vieles jedoch noch anstrengender als normal.

Taxifahrt

Alle super mit der Taxifahrt. Trotz stark gebrochenem Spanisch war meine Frau in der Lage einen Taxifahrer zu einer bestimmten Uhrzeit zu bestellen. Und ja, er war pünktlich. Mit ihm haben wir uns nun auch für einige kommende Fahrten verabredet, so dass er uns einfach abholt. Aktuell war es so, dass ein Taxi je 5 Minuten Fahrzeit 1 US Dollar kostet. Wir sind bereits häufiger gefahren und das hat sich bislang immer bestätigt. Die Taxen selbst sind jedoch von stark unterschiedlicher Qualität. Mal steigt man in ein ganz normales Auto ein. Mal gibt's ein viel zu kleines offiziell aussehendes Taxi. Mal gibt's ein Taxi, wie man es aus Deutschland kennt.

Menschen

Wir haben bisher natürlich nicht viele Ecuadorianer kennen gelernt. Die, die wir kennen gelernt haben, waren ausnahmeslos freundlich und zuvorkommend. Kein blöder Blick, weil wir hier Ausländer sind. Kein seltsamer Kommentar. Keine komische Situation. Tatsächlich ausnahmslos nett. Auch trotz unserem stark gebrochenem Spanisch waren bislang alle geduldig mit uns.

2 Antworten auf „Erste Eindrücke von Ecuador“

  1. Hallo ihr Vier,
    freut mich, dass ihr gut angekommen seid 🙂
    Obwohl ich den Artikel zum Anflug auf Quito mit leichten Schweißhänden gelesen habe. Da haben es eure Kinder bestimmt mit der Angst zu tun bekommen.
    Na, dann hoffe ich mal, dass ihr euch noch an die Höhenlage vor dem Schulantritt gewöhnt, sonst reicht vielleicht dann die Puste nicht aus, einen ganzen Tag zu unterrichten 🙂
    Alles Liebe
    Sandra

    1. Hallo Sandra, ja, wir sind gut angekommen. Wir haben mittlerweile auch erfahren, dass die Landeanflüge auf Quito durchaus eine wackelige Angelegenheit sein können. Gerade, wenn die „Windsaison“ ist, dann wird man ordentlich durchgeschaukelt. 🙂

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